Quagga (Zebra): Reklamemarke Zeichnung/Illustration

Q wie Zebra

Equus quagga – so lautet der lateinische Name des Steppenzebras. Und tatsächlich wurde noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts der Begriff ‚Quagga‘ für die schwarz-weiß gestreifte Variante des Zebras genutzt, wie die links abgebildete Reklamemarke beweist. Das eigentliche Quagga jedoch war nur bis etwa zu Hälfte seines Körpers gestreift. Sein Hinterteil erinnerte mit seiner rotbraunen Farbe eher an ein Pferd.
Bis ins 17. Jahrhundert hinein war es im südlichen Afrika weit verbreitet. Das Wort ‚Quagga‘ entstammt der Sprache der Khoi Khoi und soll den Ruf des Tieres imitieren, wobei das Doppel-G in ‚Quagga‘ für ein kehliges ‚ch‘ steht. Mangels Tonaufnahmen lässt sich dies jedoch heute nicht mehr beweisen.
Jagd und Dürre führten dazu, dass die Herden in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf wenige kleine Gruppen zurückgegangen waren. Die letzten freilebenden Quaggas sollen um die Wende zum 20. Jahrhundert im heutigen Namibia gesehen worden sein. Das einzige Foto eines lebenden Quaggas zeigt ein Exemplar, das im Zoo von Amsterdam bis 1883 existierte.

Nur sieben Skelette des Quagga sind erhalten, eines davon im Londoner Grant Museum of Zoology, so ein Blogbeitrag von Mark Carnall vom University College London. Damit verdienen sie sich den Titel, die seltensten Skelette der Welt zu sein.

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