Justus Liebig lehrt im chemischen Hörsal zu München

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Justus Liebig lehrt im hemischen Hörsal zu München. Aus dem Leben Liebig’s. (5.) Rückseitentext: ‚ln München sollte sich weiter offenbaren, zu welchen hohen Dingen l.iebig berufen war. Er, der nie hinter einem Pfluge gestanden, nie einen Acker bestellt hatte, wurde zum grossen Reformator des Feldbaues. Der jüngsten aller Wissenschaften, der Chemie, war es Vorbehalten, in der ältesten aller menschlichen Gewerbtliätigkeiten, der Landwirtschaft, eine gründliche Umwälzung herbeizuführen. Liebig war es, der die wissenschaftlichen Grundlagen des Pflanzenlebens kennen lehrte, der zum ersten Male die wahre Natur des Düngers enthüllte. Die Erforschungen jUebig’s auf dem Gebiete der Ackerbauchemie bedeuteten eiuhh neuen Zeitabschnitt in der Geschichte der Landwirtschaft. Die -deutschen Landwirte, denen er das Mittel in die Hand gegeben, die Fruchtbarkeit des Bodens unverändert zu erhalten, bewiesen ihren Dank durch’’ein reiches Ehrengeschenk, das Liebig zu einer Stiftung zur Förderung der Ackerbauwissenschaft bestimmte. Auf seinem Denkmale zu München prangt neben „Chemie“ und „Agrikultur“ noch ein drittes Wort. Es lautet „Physiologie“: das ist die Lehre vom Leben, von den Gesetzen derjenigen Erscheinungen, die den Organismen eigentümlich sind. Jahrelange Forschungen über den Stoffwechsel im Körper, über Fleisch- und Fettbildung, über die Verrichtungen der verschiedenen Nahrungsmittel, die Unterschiede zwischen greifbarer und eingeatmeter Nahrung u. a. m. zeitigten wiederum (ganz abgesehen von denjenigen unmessbaren Ergebnissen seiner Studien, die der Wohlfahrt, dem Fortschritt, dem Wissen der ganzen Menschheit dienend zu hohem Segen gereichen) eine Fülle nützlicher Dinge, so, um nur einiges zu nennen, Liebig’s Suppe für Säuglinge (künstliche Muttermilch) und seine Backmethode.‘

Justus Liebig lehrt im chemischen Hörsal zu München: Zeichnung/Illustration/Chromolithographie – –

Bildnr.: c0017823

Bildtyp: Chromolithographie

Ausgelieferte Bildgröße, unkomprimiert: 5.044 x 3.459 Pixel, vgl. dazu unseren Pixelrechner

Erscheinungsdatum:

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